Foto von Samuel Rubio

La chute des comètes et des cosmonautes
am POCHE/GVE

Text Marina Skalova
Regie Nathalie Cuenet, Uraufführung am 4. Februar 2019
Mit Christina Antonarakis und Fred Jacot-Guillarmod
Bühne Anna Popek
Regieassistenz Émilie Blaser
Musik Pierre-Alexandre Lampert

La chute des comètes et des cosmonautes wird von l’Arche Agence Théâtrale vertreten.

Zwei Aussenseiter fahren Richtung Osten, auf der Suche nach ihrer Identität. In Moskau erinnern sie die Gebäude aus Beton an jene des Pariser Vororts, in dem sie lebten. In der Nacht erzählen ihnen die Konstellationen von einer längst vergangenen Zeit. Zwischen erdrückender Vergangenheit und finsterer Gegenwart hin- und herschaukelnd, suchen sie nach ihrem Schwerpunkt.

Was haben persönliche und politische Zusammenbrüche gemeinsam? Marina Skalova entwirft einen absurden Familien-Roadtrip, der die Verwertbarkeit der Liebe, den Individualismus und den Zerfall kollektiver Werte hinterfragt.

»Sagen wir, das menschliche Gehirn ist wie ein Motor. Da gibt es Verbindungen, Anschlüsse. Sobald du an einem Hebel ziehst, löst du etwas aus. Es ist besser, die Finger davon zu lassen, um Katastrophen zu vermeiden.«

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Pressestimmen

„Das Stück ist eine tiefgründige Meditation über die verschiedenen Generationen und das sowjetische Vaterland, das in eine Myriade von Asteroiden zersplittert ist. Es zieht sie zur Unordnung, während neue Zusammenstöße unvermeidlich sind. Ein elektrisch geladener Text mit mineralem Unterton.“
Jorge Gajardo, Le Courrier

„Dieses Stück erzählt uns die Geschichte von zwei persönlichen Abstürzen und von einem historischen Absturz, nämlich dem Zusammenbruch des Ostblocks und des kommunistischen Systems, welches wiederum das Schicksal der zwei bezugspunktlosen Menschen tief greifend beeinflusst hat. In dieser intensiven Stunde der Aufführung treffen zwei Monologe aufeinander, vermischen sich und antworten aufeinander. […] ‚La chute des comètes et des cosmonautes‘ ist ein gewaltiger poetischer Akt, der sich mit ungeheuer aktuellen Themen beschäftigt, darunter der ungezügelte Individualismus, die auf dem Altar des Kommunismus geopferte Liebe, der Verlust der gemeinsamen Ideale und der unstillbare und oft enttäuschte Wunsch, in unserer heutigen grausamen Gesellschaft seinen Platz zu finden.“
EPIC Magazine, Nolan P

„SIE, die Doktorandin der Astrophysik, spricht über stürzende Kometen, Weltraum und Universum und zeigt, dass sich die Beziehungen zwischen Asteroiden und Planeten gar nicht so sehr von menschlichen Beziehungen unterscheiden. ER erinnert sich an das Ende der UdSSR, ihre Rückkehr und die Entstehung einer Föderation. Und die Worte der beiden prallen aufeinander, manchmal überlagern sie sich, vermischt mit dem ohrenbetäubenden Lärm der Musik, während das Licht verschwindet und Bilder vom Weltraum an die Wand projiziert werden. Dieser Absturz der Kometen verbindet alles andere. Die Gesetze des Universums sind dieselben, egal ob man sich im Weltraum befindet, auf der Erde oder in sich selbst. Ein kleiner Schock genügt, um ein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen. […] Der Text nimmt eine metaphorische Dimension an, die der Aufführung ihre Tiefe verleiht.“
La Pépinière, Fabien Imhof

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